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Wenn ein Spielzeug weder ein Spielzeug noch ein Tröster ist: Wozu ist ein „autistisches Objekt“ gut?Viele autistische Kinder bestehen darauf, sich ständig an irgendein Spielzeug oder Objekt zu klammern. Das kann alles sein -- ein kleines Auto, ein Holzklötzchen, eine Figur, ein Schlüsselbund, jeder Schlüsselbund. Sie spielen nie damit. Sein einziger Zweck scheint darin zu bestehen, es zu haben. Der Versuch, es ihm wegzunehmen, heißt Probleme heraufbeschwören. Dicke, massive Probleme mit ohrenbetäubendem Brüllen und Wutanfällen jeder Art! Geben Sie es ihm zurück, und es herrscht wieder Frieden. Dieses Spielzeug oder Objekt erfüllt für das Kind zweifellos eine lebenswichtige Funktion. Es hat jedoch etwas, was Erwachsene fix und fertig macht und quält. Wäre es wie ein Teddybär, ein weiches kuscheliges Spielzeug oder das Kuscheltuch, das manche Kinder eine gewisse Zeit brauchen, dann könnten wir sein Bedürfnis, einen solchen Tröster zu haben, verstehen. Und wir würden wissen, dass es aus der Phase herauswächst. Das Klammern des autistischen Kindes vermittelt jedoch ein ganz anderes Gefühl. Erwachsene fühlen sich oft genötigt, es ihm wegzunehmen, in seinem eigenen Interesse. Ob dies richtig ist oder nicht, dessen sind Sie sich jedoch nie sicher. In dem Augenblick, in dem Adrian im Kindergarten ankam, nahm er irgendeinen Gegenstand, einen harten Gegenstand, an den er sich dann den Rest des Tages klammerte, oft auch mit den Zähnen. Zuerst war es ein grünes Spielzeugkörbchen. Wenn ihm dieses „grüne Ding“ weggenommen wurde, nahm er einfach etwas anderes, um darauf herumzubeißen. Er liebte Bücher wegen ihres harten Buchrückens und der harten Ecken, oder auch hölzerne Puzzleteile. Diese Dinge verschwanden immer bald (wurden ihm weggenommen, weil er sie mit seiner Beißerei kaputtmachte). Er benutzte keinen Gegenstand so, wie dieser normalerweise benutzt wurde, und er spielte mit ihm auch nicht so, wie andere damit gespielt hätten. Wenn er seinen Gegenstand im Mund hatte, schienen seine Augen „abzuschalten“, gleichwohl er dann gerne hin und her rannte. Bei Adrian hatte man nach näherer und längerer Beobachtung den Eindruck, als würde er seine Objekte nach bestimmten Kriterien auswählen -- nach ihrer „Beißbarkeit“ und Form, wie scharfe Kanten oder Ecken, Löcher und Dinge, die so etwas wie ein Griff waren. Ein großes hölzernes Puzzleteil hat zum Beispiel so etwas wie einen „Griff“, um es festzuhalten, und ebenso das „grüne Ding“. Zu seinen weiteren Favoriten zählten eine Plastikspielzeug-Bratpfanne, Puzzleteile mit Knöpfen oder jedes Spielzeug, an dem etwas abstand, woran man sich festhalten konnte -- und weil Adrian Adrian war, „hielt“ er sich nicht mit den Händen, sondern mit den Zähnen fest. Fred und sein kleines Auto waren unzertrennlich. Es konnte jedes kleine Auto sein. Aber ein Auto musste es schon sein. Wurde ihm das weggenommen, welches er gerade in den Händen hielt, nahm er sich einfach ein anderes. Manchmal kämpfte er wie ein Löwe, um ein bestimmtes Auto zu behalten oder zu bekommen. Er hielt es fest umklammert oder legte sich flach, vom Kopf bis zu den Füßen, auf den Boden und schob es hin und her. Wenn man auf seine Augenbewegungen achtete, zeigte sich jedoch, dass er nicht wirklich spielte: Er sah nur den Rädern zu, wie sie sich drehten. Manchmal saß er einfach da und drehte die Räder mit den Fingern. Er konnte das ewig machen. Erwachsene reagieren instinktiv darauf typischerweise mit hilfloser Gereiztheit, zum Teil auch aufgrund der eigenen Verletzung wegen des Gefühls, so hartnäckig ignoriert zu werden. Der Drang, ihm „das Ding“ einfach wegzunehmen, wird durch das grundsätzliche Gefühl verstärkt, dass das, was das autistische Kind tut, seine Entwicklung nicht fördert -- in Wirklichkeit sogar verhindert, dass es etwas lernt. Es ihm wegzunehmen, bringt jedoch selten etwas: Entweder gerät das Kind so außer sich, dass man es ihm von selbst bald wieder zurückgibt. Oder es nimmt sich einfach ein anderes hartes Spielzeug, an das es sich mit der gleichen Hartnäckigkeit klammern kann. Wir müssen möglicherweise akzeptieren, dass wir es auf diese Weise nicht davon abbringen können -- und in Wirklichkeit vielleicht nur ein schlimmeres Szenario schaffen. Diese Objekte haben bestimmte gemeinsame Merkmale: Sie sind hart und haben scharfe Ecken oder Kanten, oft Löcher und oft abstehende Teile, an denen man herumspielen kann, zum Beispiel Schalter, die man hin und her knipsen, oder Räder, die man drehen kann. Sie sind meist gegen ein anderes hartes Objekt austauschbar. Das Kind hält sie oft so fest in der Hand, dass sie Abdrücke hinterlassen. Sie haben keine fantasieförderlichen Qualitäten, und sie werden nicht zum Spielen in einem kreativen oder symbolischen Sinne benutzt. Ein Buch wird favorisiert, weil es hart und quadratisch ist, nicht wegen seiner Bilder. Jeder Versuch, dem Kind sein „autistisches Objekt“ wegzunehmen (Tustin 1981, dt. 1989), wird mit blindwütigem Schreien, markerschütternden Wutanfällen oder Aggressionen beantwortet, Reaktionen, die bei diesem Kind ansonsten nie zu sehen sind. Der Unterschied zwischen einem autistischen Objekt und dem Teddy, Tröster oder sonstigen „Übergangsobjekt“ eines anderen Kindes (wie Linus’ Decke in dem Cartoon Peanuts) ist, dass das autistische Kind bei seinem Klammern aktiv jede andere Person ausschließt. Ein Kind, das seinen Teddy oder sein Kuscheltuch braucht, klammert sich daran, um mit der Welt fertig zu werden. Im Unterschied dazu ist das Klammern des autistischen Kindes an sein hartes Objekt eine völlig abgesonderte Aktivität, die dazu da ist, jede Bewusstheit von allem, was um es herum geschieht, auszuschalten. Bei dem autistischen Kind ist der natürliche Forschungstrieb, der ein Baby oder Kleinkind auszeichnet und so wichtig für eine gesunde Entwicklung ist, stecken geblieben, wie Räder im tiefen Schlamm, die sich drehen und drehen, ohne weiter zu kommen. Es will nichts davon wissen, dass es irgendwo hingehen soll, nichts von Entwicklung oder Veränderung. Sein Hauptanliegen scheint darin zu bestehen, sich eine „Ich-Welt“ zu schaffen, wie die des „Mutterschoß-Babys“, das sich den Herausforderungen der Außen-„Nicht-Ich“-Welt noch nicht stellen muss. Das beharrliche Klammern und die Tatsache, dass mit dem Objekt nie in irgendeinem fantasievollen oder funktionalen Sinne gespielt wird, legt den Schluss nahe, dass das autistische Kind das Objekt (oder das Gefühl, das dieses auf seiner Haut erzeugt) nicht als ein getrenntes Objekt erfährt, sondern als ein Teil von sich -- wie der Panzer der Schildkröte, die Stacheln des Igels oder das Haus der Schnecke. Nehmen Sie der Schildkröte ihren Panzer, dem Igel seine Stacheln und der Schnecke ihr Haus weg, und Sie haben ein absolut wehrloses Tier vor sich, das vielleicht mehr tot als lebendig ist. Die Erfahrung des autistischen Kindes ist von panischen Ängsten besetzt: Ängste, als würde sein Körper nicht zu ihm gehören, dass Teile seines Körpers abfallen könnten, dass es von einem „Schwarzen Loch“ verschluckt werden, sich in Luft auflösen, auslaufen, zerschmelzen, in Teile zerfallen oder sich in seine Einzelbestandteile auflösen könnte, wie eine Sandburg, wenn die Flut darüber hinweg zieht, oder wie ein Lego-Bauwerk, das auf den Boden fällt. Von seinem Bewusstsein, von seinem Geist ist ihm bereits so vieles entschlüpft! Es fühlt sich so klein, so unerheblich, so unsicher. Gibt es mich wirklich? Existiere ich wirklich? Sicher ist es sich nicht, überhaupt nicht sicher. Und deshalb greift es schnell nach etwas, woran es sich festhalten kann, irgendetwas Hartes und Stabiles, ein Auto, eine Figur -- irgendein hartes Plastikspielzeug. Obwohl das Klammern an sein autistisches Objekt eigentlich dazu da ist, das Kind vor allem, was anders oder erschreckend ist, zu beschützen, verstärkt es in Wirklichkeit jedoch nur seine panische Angst vor Veränderung und Trennung. Es macht jede Erforschung zur Tortur und, was am schlimmsten ist, es bietet keinerlei wirklichen Schutz. Allein schon, wie leicht es jederzeit von einem Erwachsenen weggeschnappt werden kann. Das autistische Kind versucht, mit seinen Ängsten ganz alleine fertig zu werden, ganz eigenständig, ohne jemanden zu brauchen. Es sucht seinen Trost und Wohlbehagen in körperlichen Empfindungen, die es kontrollieren kann, statt in unvorhersehbaren menschlichen Kontakten oder einer realen mütterlich fürsorglichen Person. Wenn es die harten Ecken des Objektes in seiner Hand oder an den Zähnen spürt, den wohltuenden Rhythmus seines repetitiven Drehens an den Rädchen fühlt, so bestätigt ihm dies sein Gefühl, dass der Körper in seiner Haut fest ist -- weil es ihm die sensorische Empfindung von etwas Festem, Kontinuierlichem und Substantiellem gibt. Die Festigkeit des Objektes sorgt dafür, dass das Kind sich selbst fester und stärker fühlt, wenn es sich in seinem Innern in Wirklichkeit so weich und erschreckt und verwundbar fühlt. Für das Kind ist sein „autistisches Objekt“ wie ein Talisman mit magischen Kräften, der überlebenswichtig ist. Durch sein Objekt gestärkt, fühlt es sich wie ein hartes „autistisches Objekt-Kind“, das so stabil ist, das nichts es verletzen oder erschrecken kann. Was es selbst angeht, ist alles klar. Der Rest der Welt kann zum Teufel gehen: In dieser Welt gibt es nichts, was es scheren könnte. Aber dann sticht jemand oder etwas von der äußeren Welt in seinen „Ich-Welt-Kokon“ und entlarvt alles als eine bloße Illusion. Das ist der Augenblick, in dem ein blindwütiger Wutanfall losgetreten wird oder der verzweifelte Griff nach einem anderen harten Objekt kommt. Das Problem ist, dass das autistische Kind sein hartes Objekt wie einen Badewannenstöpsel benutzt, um dichtzumachen, seinen Geist abzuschalten, ohne irgendwelche Kanäle für Bewusstheit, Aufmerksamkeit oder Interessen offen zu lassen. Seine Augen und sein Gesicht sind oft leer und ausdruckslos, während es sich an sein Objekt klammert oder darauf herumbeißt. Es spinnt sich in den Kokon seiner „Ich-Welt“ ein und benutzt irgendein hartes Objekt oder eine repetitive Aktivität, um sich Nervenkitzel und Aufregung zu verschaffen, die dann im aufgeregten Flattern mit den Händen oder schnellem Drehen, Springen oder Laufen zum Ausdruck kommen. Daraus kann schnell eine hartnäckige Gewohnheit werden, zu der es dann immer wieder repetitiv und zwanghaft getrieben wird, ohne dass sein Tun eine Bedeutung hätte, weil es keine anderen Wege kennt, wie es sein könnte oder was es tun könnte. Weil seine ganze Energie und Aufmerksamkeit auf die Sinnesempfindung konzentriert ist (taktil durch seine Zähne bei Adrian und visuell mit den Rädern bei Freds Auto), bleibt nichts übrig, um irgendetwas anderem Beachtung zu schenken. Das autistische Objekt verstöpselt nicht nur alle ängstlichen Gefühle, es schottet auch jedes Bewusstsein von der Außenwelt ab. Es ist dieser für die Entwicklung kontraproduktive Aspekt des Abschaltens, den Erwachsene intuitiv stoppen möchten, indem sie dem Kind das Objekt wegnehmen. Sie möchten, dass sein Kopf für aktivere Erforschungen, ein Bewusstsein von seiner Umwelt, frei ist, ohne die kein Lernen möglich ist. Im Unterschied zu einem Spielzeug scheint das autistische Objekt ein Hindernis für alles zu sein, was man tun könnte. Denn dadurch ist ihm zumindest eine Hand oder der Mund gebunden, um es festzuhalten. Aber noch schlimmer ist, dass auch seine ganze Aufmerksamkeit gebunden ist, so dass nichts bleibt, um etwas anderem Beachtung zu schenken -- deshalb scheint es nichts zu hören, nichts zu sehen und ohne jede Bewusstheit zu sein. Die Intuition der Erwachsenen ist natürlich richtig: Das autistische Objekt hemmt in der Tat jede (geistige, kognitive, emotionale, sogar körperliche) Entwicklung, da es jede verfügbare Energie und Neugier bindet. Es wird völlig von seinem autistischen Objekt absorbiert, und dadurch wird seine Fähigkeit zu lernen und sich auf die Welt und andere Personen einzulassen, blockiert. Das ist der Punkt, an dem wir ansetzen müssen. Wie können wir es aus seinem Kokon herauslocken -- ihm zeigen, dass die äußere Welt, die „Nicht-Ich-Welt“, die es so sehr fürchtet, lustig und lohnenswert sein kann? Wenn wir uns seiner Ängste bewusst sind, so hilft uns dies, sensibel für die Ängste, vielleicht sogar panischen Gefühle des autistischen Kindes zu sein. Nehmen wir ihm sein Objekt einfach weg, könnte es die wohltuende Empfindung der Festigkeit verlieren, die es braucht, und damit würde es auch sein Gefühl der Kontinuität und sein Selbstgefühl verlieren. Vielleicht ist das Schreien des Kindes ein Ausdruck des Gefühls, als würde sein Inhalt durch ein Loch heraus fallen, das ihm in sein Körper-Selbst gerissen wurde, als man ihm sein autistisches Objekt wegnahm -- wie Zucker aus einem Riss in der Tüte rieselt. Ehe diese Gewohnheit sich verselbständigen kann (in der Regel nicht bei Kindern unter drei Jahren), sollten wir versuchen, spielerische Wege zu finden, um es aus seiner Welt heraus- und in unsere Welt der geteilten menschlichen Interaktion zu holen. Dies erfordert einen sanften und besonnenen Ansatz, der ebenso mit Wärme als auch mit Entschlossenheit und Disziplin angewendet werden muss, ohne das herauszureißen, was er als ein Teil von sich empfindet. Unser Ziel ist, das Kind in einfache interaktive lustige Spiele einzubinden. Dabei kann das autistische Objekt ebenso einbezogen wie auch ignoriert werden. Manchmal können sich unsere Bemühungen darauf beschränken, einfach nur zu kommentieren, was das Kind gerade ut, ihm zeigen, was um es herum vorgeht oder was es sonst noch mit seinem Spielzeug machen könnte. Sein Objekt kann oft auch in ein einfaches interaktives Spiel einbezogen werden, wie etwa bei dem einfachsten Rollenwechselspiel, das mit Babys gespielt wird -- im ständigen Wechsel ein Spielzeug nehmen und sofort zurückgeben. Vielleicht kann es ermutigt werden, sein Auto im Rahmen eines „Auf die Plätze -- fertig -- los!“-Spiels soweit wie es geht, wegzurollen oder es zwischen sich und seiner Betreuerin hin und her zu rollen. Freds Betreuerin gelang es schließlich, seine Aufmerksamkeit zu fangen und aufrechtzuerhalten, indem sie eine so spannungsgeladene Antizipation erzeugte, dass er den einfachen „Auf die Plätze -- fertig -- los!“-Mustern nicht widerstehen konnte. Und damit war es ihr auch gelungen, ihn für das gemeinsame Vergnügen zu gewinnen, zusammen mit seinem Auto zu spielen. Manche Kinder machen bei Aktivitäten mit, die eine Vorstufe des Rollenwechselspiels sind: Ihnen wird immer wieder ein anderes Spielzeug gereicht und noch ein anderes und noch ein anderes, so dass so etwas sie ein interaktives Spiel entsteht: Sie geben -- das Kind nimmt -- zum Beispiel Dinge aus einer Kiste voller Lieblingsobjekte. Auf diese Weise übt es zumindest, sein Objekt loszulassen, und es konzentriert seine Aufmerksamkeit, um nach dem nächsten Teil zu schauen oder etwas anderes zu wählen -- und das alles als Reaktion auf die kommunikativen Ansätze einer anderen Person. Dabei erhält die erwachsene Person auch Gelegenheit, etwas mit ihm zu reden, wobei die Chancen, es zu erreichen, in solchen konzentrierteren Momenten ungleich größer sind. Wann immer wir ihm sein autistisches Objekt wegnehmen müssen, müssen wir das Kind darauf vorbereiten, indem wir zuerst mit ihm darüber reden. Man kann nicht essen oder sich anziehen oder sich bei einem Kreisspiel zu einem Lied die Hände reichen, wenn man ein Spielzeug in der Hand oder im Mund hat. Es sollte ihm jedoch nicht herausgerissen oder entrissen werden. Wegen der Wichtigkeit, die das autistische Objekt für das Kind hat, müssen wir ihm reichlich Vorwarnungen geben, wenn wir von ihm erwarten, es aufzugeben. Wir müssen es ihm sagen -- und warten, ihm Zeit geben, um mit Würde zu reagieren. „Fred, es ist Zeit für Lieder. Du musst dein Auto jetzt wegtun.“ Manchmal rennt er trotzig weg, ein andermal scheint er es gar nicht zu hören. Seine Betreuerin wartet gespannt und wiederholt: „Kann ich es jetzt bitte haben?“ und streckt ihre Hand geduldig, aber bestimmt zu ihm hin. Wie bei einem wesentlich jüngeren Kleinkind könnte sie anfangen, eines der ihm vertrauten Lieder zu singen, seine Hände festhalten und ihn dabei mit ermunternden aufmerksamen Augen anschauen, während sie sein Auto weglegt und damit Fakten schafft. Wenn er sich dabei durch ihre Aufmerksamkeit, die voll auf ihn gerichtet ist, sicher aufgehoben fühlt, wird er eher in der Lage sein, sein Spielzeug und seine Unsicherheit loszulassen. Adrian war mit solchen Worten nicht erreichbar. Er konnte jedoch zumindest mit mehrfachen verbalen Warnungen darauf vorbereitet werden, dass „irgendetwas anstand“. Seine Betreuerin erklärte ihm: „Adrian, es ist jetzt Essenszeit. Ich nehme ‚das’ jetzt weg“, vielleicht dreimal, bevor sie es ihm tatsächlich wegnahm. Wir müssen dem Kind helfen, einen Übergang zu finden, ohne dass ein solcher Sturm der Panik oder Wut losgetreten wird, dass es wiederum nicht in der Lage ist, auf etwas einzugehen, was um es herum geschieht. Manchmal hilft es, ihm sein Auto in die Hosentasche zu stecken, weil es dieses dann immer noch auf seiner Haut fühlen kann. Ein andermal können wir nicht verhindern, dass das Kind außer sich gerät. Wir müssen jedoch darauf bedacht sein, ihm zu helfen, zu einer neuen Aktivität überzugehen, ohne dabei sein Gefühl der Kontinuität zu unterbrechen. Das Klammern erfolgt aufgrund von Ängsten. Es kann eine schrecklich selbstzerstörerische Gewohnheit werden. Deshalb muss es unser Ziel sein, etwas Spaß, Humor und menschliche Interaktion in seine einsamen Aktivitäten zu bringen oder Wege und Möglichkeiten zu finden, das autistische Objekt mit einer emotionalen Bedeutung auszustatten, indem wir ihm eine Funktion geben, die wir gemeinsam mit dem Kind teilen. |