Autistischen Kindern Brücken bauen
‘Endlich einmal ein Buch über den liebevollen Umgang mit autistischen Kindern
und mit deutlich mehr Praxisbezug, als die normalen Bücher über Autismus!’
Der Bundesverband Hilfe für das autistische Kind e.V. empfiehlt die Lektüre dieses
Buches Eltern, Betreuern, Therapeuten und Lehrern als großartige Hilfestellung zur
Bewältigung so mancher Schwierigkeiten, die sich im Umgang mit Kindern mit Autismus ergeben.
Maria Kaminski, Vorsitzende: Bundesverband Hilfe für das autistische Kind e.V.
ZUSAMMENFASSUNG
Dieses Buch ist eine Schatzkiste mit vielen Sprach-und Singspielen zum einfachen achmachen
und mit wertvollen Anregungen für ein gelungenes Miteinander, denn Eltern
autistischer Kinder machen oft eine leidvolle Erfahrung: ihre Kinder versinken in ihrer
eigenen Welt und sind dadurch häufig schwer erreichbar.
Dieses Buch versucht einige der schwierigen Fragen und Gefühle zu erläutern, die
all denen, die mit einem autistischen Kind zu tun haben, so vertraut sind, und ihnen zu
helfen, sich von dem Trauma und der Verzweiflung zu erholen, die bei der Diagnose ‘autistisch’, ‘autistisches Spektrum’, ‘autistische Merkmale’, oder ‘Asperger Syndrom’,
aber auch ‘Hyperaktivität’ und ‘ADHD’ ausgelöst werden.
BUCHBESPRECHUNG
‘Das Buch besteht aus drei Teilen. Im ersten berichtet die Autorin über Verhaltensweisen Erwachsener, die der Entwicklung des Kindes helfen und beschreibt
Kleinkinderspiele und Handlungen, die wir bei Babys finden wie Guckuck-da, Übertreiben, um die Aufmerksamkeit des Kindes zu holen, Spaß und das faszinierende
Organ Mund. Im zweiten Abschitt erklärt sie, warum Worte nachahmen nicht sprechen
ist, warum man mit autistischen Kindern reden soll, vom Wert der Lieder u.ä. Wenn sie
wissen wollen, was es mit dem Fernsehkonsum, dem Weglaufen auf sich hat, lesen Sie
den 3. Teil des ersten Kapitels.
Der zweite Teil beschäftigt sich mit Spielen und anderen Aktivitäten, die Entwicklung
und Wachstum fördern. Damit sind Kommunikationsspiele, stimmliche und
musikalische Interaktionsspiele und solche mit Spielzeug, Büchern und Gegenständen
gemeint.
Im dritten Teil geht es darum, zu verstehen, was in den autistischen Kindern vor
sich geht, warum sie so merkwürdige Verhaltensweisen zeigen. Wollen Sie wissen,
warum die Gegenstände, die die autistischen Kinder mit sich tragen, weder Spielzeug
noch Tröster sind, oder warum manche immer etwas schütteln? Dann können Sie, wie
ich auch, viel Neues und Interessantes erfahren. Sie lernen etwas über körperliche
Empfindungen, besonders Gefühle an der Haut, die aber nicht helfen, sich im Kontakt
mit anderen Menschen wahrzunehmen und schließlich um das Verhältnis mancher
autistischer Kinder zu Puzzles. ... Durch die realen Szenen, die die Autorin beschreibt,
kamen mir immer wieder Kinder aus der eigenen Praxis in den Sinn, und ich habe besser
gelernt zu verstehen, warum unser Theraplay-Angebot so hilfreich ist.
Sibylle Janert hat ein wirklich sinnvolles und gutes Buch verfasst. Sie hat die autistischen
Kinder beobachtet und versucht, sie zu verstehen. Dazu gibt sie konkrete Anregungen,
was und wie man mit diesen Kindern in Kontakt treten und spielen kann. Das ist
deutlich mehr Praxisbezug, als die normalen Bücher über Autismus beinhalten. Ich kann
die meisten ihrer Hypothesen sehr gut nachvollziehen und denke, sie sind bereichernd
für den therapeutischen Alltag mit autistischen Kindern.’
Ulrike Franke, Schwierige Kinder Journal, 32, 2004
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