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Was ist Autismus?
Autistische Kinder
Autistische Kinder sind manchmal oder meistens so, aber der autistische Zustand des Geistes kommt und geht. Viele Ansätze konzentrieren sich auf die Gemeinsamkeiten von autistischen Personen, und die Thematisierung der Ursache wird oft mit Behandlung verwechselt. Aber: jedes Kind ist anders. Und jedes Kind hat einen intakten nicht-autistischen Teil seiner Persönlichkeit: Unser Ziel ist, hinter dem Autismus das nicht-autistische Kind zu finden und im Einzelnen genau zu beobachten, wann, warum und wie die autistischen Symptome zurückgehen und der normale, nicht-autistische Teil der Persönlichkeit des Kindes zum Vorschein kommt. Unsere eigenen emotionalen Reaktionen können uns wichtige Informationen geben, die wir bei einer rein verhaltensspezifischen Analyse der Symptome in der Regel nicht erhalten. Dieser nicht-autistische Teil kann die autistischen Symptome benutzen, missbrauchen, genießen oder ausnutzen, oder er kann sich ihnen entgegenstellen und Anstrengungen unternehmen, um ihren Einfluss zu reduzieren. Mancher Autismus scheint auf ein Defizit zurückzugehen; manchmal scheint er eine aus Selbstschutzgründen mobilisierte Abwehr gegenüber einem Trauma zu sein. Er kann eine Störung oder eine Abweichung sein. Wird er nicht behandelt, können die Probleme aufgrund der ersten drei Punkte zum Vierten führen. Autistischen Kindern scheint das Gefühl von einer Welt zu fehlen, in der es Menschen mit Geist und Verstand gibt, die sowohl interessant sein als sich auch für sie interessieren können – was inzwischen als wesentlich für die Entwicklung des menschlichen Geistes gesehen wird. Sie brauchen uns, um sie aktiv in die Welt des menschlichen Gefühls und der Kommunikation „zu holen“, und um ihnen zu zeigen, dass die Welt jenseits ihres privaten Autismus wirklich interessant ist. Um dies zu tun, muss der Erwachsene “Verstand für zwei, Energie für zwei, Hoffnung für zwei, Imagination für zwei haben. Mit der Zeit beginnt das Kind dann vielleicht, nach und nach ein Interesse zu entwickeln, noch nicht für uns, aber für unser Interesse an ihm“ (Alvarez/ Reid 1999). Was ist der Geist/Verstand?“Ebenso wie eine ganze innere Welt voller lebendiger Objekte, Erinnerungen, Fakten, Bilder, gibt es Gedanken, die von einer Bedeutung erfüllt sind und von ihrer eigenen Energie angetrieben werden. Bei einem Geist haben wir es mit einem weiten Panorama gedachter Gefühle oder gefühlter Gedanken zu tun, die sich in ständiger Interaktion miteinander befinden. Sie sind dynamisch und energetisch. Gedanken haben aus ihrer Existenz heraus ihre eigene Triebkraft: Wir können über sie nachdenken, können hinter ihnen herjagen, wenn wir sie zu verlieren scheinen, wir verfolgen sie und greifen sie auf, wo wir können. Wir können sie ausschließen und unterdrücken. Manchmal richten sie sich gegen uns und jagen uns und nagen an uns. Manchmal gelingt es uns, zwei von ihnen miteinander zu verknüpfen, manchmal kommen sie ohne unser Einverständnis von selbst zusammen. Manchmal verfolgen sie uns, oft entschwinden sie uns” (A. Alvarez 1996, 1998). Entwicklung des Menschlichen Geistes:„Eltern können unabsichtlich zu diesem bergab führenden Kreislauf beitragen, indem sie die Bedürfnisse ihres Kindes voraussehen und ihnen zuvorkommen, so dass weder dem Kind noch dem Elternteil bewusst wird, dass so eine Chance für ein potenziell lebendigeres Miteinander verpasst wird.“ Oder ihre Gefühle der Hilflosigkeit angesichts der Gleichgültigkeit ihres Kindes hat dazu geführt, dass das Kind zu sehr sich selbst überlassen bleibt. Wenn nichts dagegen getan und dies nicht behandelt wird, besteht die Gefahr, dass Ungeduld und Intoleranz als Merkmale der Persönlichkeit in den Charakter eingebettet werden. Dann können Zustände zu Charakterzügen werden. Dies kann in manchen Fällen bei der Person mit Autismus zu einer Persönlichkeitsstörung führen“ (Alvarez/ Reid 1999). Kontroverse: Wo der Kernschaden zu lokalisieren ist, und welcher Art die Kernbeeinträchtigung ist Theorien des kognitiven Defizits = von Geburt an unfähig zu “theory of mind” Fortschritt:“Das erste Anzeichen einer Fähigkeit zur symbolischen Repräsentation ist ein großartiger Indikator für Fortschritt: Sie offenbart eine höhere Toleranz des Getrenntseins. Gleichzeitig und in einer zirkulären Form hilft die Repräsentanz des abwesenden Objektes, selbst in einer primitiven Form, Getrenntsein zu tolerieren“ (Fonseca 2001). Veränderung – geschieht durch affektives Eingestelltsein auf das Kind und durch die Entwicklung intersubjektiver Verbundenheit - z.B. auf einen aktiven Ansatz verzichten und dem Kind einfach das Gefühl geben, dass jemand bei ihm ist, neben ihm ist, interessiert an ihm ist und sich dafür interessiert, wofür es sich interessiert ... ... es ist die Emotionalität in dem Kontakt, die eine Veränderung in der sozialen Verbundenheit, Kommunikation und Aufmerksamkeit fördert.
Primäre Intersubjektivität = unser angeborenes Mitgefühl für die Gefühle und Interessen anderer Personen (Trevarthen et. al. 1996) Untergruppen: Defizit, Abwehr, Störung, Abweichung Ansatz: psychoanalytisch und entwicklungsspezifisch
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